Ludwigsfelde erzählt

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Illustration von Sharon On und Laura Söllner im Gespräch an Podcast-Mikrofonen, Titel „Ludwigsfelde erzählt, der Podcast von VorOrtung e.V."

Der Podcast von VorOrtung e.V.

Eine Stadt besteht nicht nur aus Straßen, Werkshallen und Wohnblöcken. Sie besteht aus den Menschen, die in ihr angekommen sind, die geblieben sind, die wieder gegangen und zurückgekehrt sind. „Ludwigsfelde erzählt“ ist ein Podcast, der diesen Menschen zuhört. Ab dem 11. Oktober 2026 erscheint jeden Sonntag eine neue Folge, überall dort, wo es Podcasts gibt.

Lebenswege, erzählt von denen, die sie gegangen sind

In unserer Reihe kommen FLINTA*-Personen aus Ludwigsfelde und Umgebung zu Wort, unterschiedlichen Alters und mit ganz unterschiedlichen Wegen. Sie erzählen, wie sie in diese Stadt gekommen sind, welche Wege sie genommen haben und welche Momente ihr Leben geprägt haben. Wir fragen nach Liebe, Arbeit, Familie und Selbstverwirklichung. Wir fragen auch nach den Entscheidungen, die anders hätten ausfallen können, nach Widerständen und danach, wie sie damit umgegangen sind.

Manche Folgen sind ein langes Gespräch mit einer Person, andere bringen mehrere Stimmen an einen Tisch. So wird hörbar, was Erfahrungen über Generationen hinweg verbindet und wo sie auseinandergehen.

Stadtgeschichte aus einer anderen Perspektive

Was bedeutet es, in Ludwigsfelde als FLINTA*-Person zu leben, und was braucht es, damit diese Stadt für alle ein Zuhause ist? Was hat sich verändert, seit die Gesellschaft sich für vielfältige Geschlechtsidentitäten geöffnet hat, und was ist geblieben? Aus den einzelnen Biografien entsteht ein Bild der Stadt, das in offiziellen Chroniken selten auftaucht. Geschichtsschreibung wurde jahrzehntelang vor allem von cis-Männern geprägt. „Ludwigsfelde erzählt“ setzt bewusst einen anderen Blick daneben.

Warum ein Podcast

VorOrtung e.V. sammelt und dokumentiert seit Jahren die Geschichten der Menschen in Ludwigsfelde, bisher vor allem in biografisch-dokumentarischen Theaterprojekten. Der Podcast ist eine neue Form für dieselbe Arbeit. Er bewahrt Erzählungen, die sonst verloren gingen, und macht sie zugleich unabhängig von Ort und Uhrzeit zugänglich, in Ludwigsfelde und weit darüber hinaus.

Das Projekt richtet sich an alle, die hier leben, besonders an junge Menschen, die sich für lokale Geschichte, Feminismus und Vielfalt interessieren. Schulen, Vereine und Bildungseinrichtungen sind eingeladen, einzelne Folgen für ihre Arbeit zu nutzen.

Die Folgen

Folge 1: Was hier passiert ist (ab 11. Oktober) Caroline erzählt, wer in Ludwigsfelde Zwangsarbeit leisten musste, wo es noch Spuren davon gibt und wie sie sich dafür einsetzt, dass die Erinnerung bleibt.

Folge 2: Was man uns nicht ansieht (ab 18. Oktober) Sophie und Sabrina erzählen von Ehrenamt, von einer Behinderung, die man nicht sieht, und von einer Familie, die einfach Familie sein will.

Folge 3: Wer über unsere Körper entscheidet (ab 25. Oktober) Sophie und Sabrina sprechen weiter. Über Körper, über die man selbst entscheiden sollte, und über Familien, die sich vor Ämtern erklären müssen.

Folge 4: Endlich (ab 1. November) Katharina hat jahrzehntelang ein Doppelleben geführt. 2017 hat sie sich geoutet. Sie erzählt, was davor war, was danach kam und wer dabei über sie entschieden hat.

Zuhören und mitmachen

Die Folgen sind über die Kanäle des Vereins, der Stadt und unserer Partner:innen zu finden. Weitere Folgen sind geplant, doch dafür fehlen uns noch die Fördermittel.

Wenn ihr findet, dass es weitergehen soll, sagt es uns. Schreibt uns, teilt die Folgen und erzählt davon. Und wer selbst erzählen möchte oder jemanden kennt, die oder der etwas zu erzählen hat, kann sich jederzeit bei uns melden.


Ludwigsfelde hat viel zu erzählen. Hört rein.


Umgesetzt von Sharon On und Laura Söllner für VorOrtung e.V.

Ludwigsfelde erzählt wird gefördert von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung, der Stadt Ludwigsfelde und dem Klubhaus Ludwigsfelde.


Gefördert von

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